Wehrmacht: großer Nachlass des Ritterkreuzträgers Major Martin Joecks, Kommandeur Stab/le. Artillerie Abteilung (mot) 426

Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 1939. Das Ritterkreuz mit geschwärztem Eisenkern und Silberrahmen, eine typische Fertigung der Firma Steinhauer & Lück. Rückseitig gestempelt "800" Silber, der Bandring nicht gestempelt. Getragen am originalen getragenen Halsband. Joecks hat das Stück in der Kriegsgefangenschaft bzw. nach 1045 entnazifiziert und weiter getragen.  Dazu das vorläufige Besitzzeugnis zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgestellt auf "Hauptmann Joecks Kommandeur Stab/le. Art. Abt. 426 (mot)", datiert " HQ u OKH, den 16. Mai 1944". Mit Original-Tintenunterschrift "Burgdorf" Generalleutnant. 2 Zeitungsausschnitte "Ritterkreuz für zwei Pommern - Das Ritterkreuz für Hauptmann Joecks - Bewährt im Kampf um Kowel" sowie "Ritterkreuz an vier Berufskameraden". Dazu ein kleines Portraitfoto für das Soldbuch, bereits am Major mit Ritterkreuz und der Feldspange. 
Deutsches Kreuz in Gold, leichte Ausführung der Fa. Zimmermann, Pforzheim, mit 4 Hohlnieten, innen auf der Nadel mit Hersteller "20". Getragen, Zustand 2. Dazu das vorläufige Besitzzeugnis, ausgestellt 2. Mai 1944. 
Eisernes Kreuz 1939 1. Klasse. Fertigung der Fa. Klein & Quenzer, rückseitig auf der Nadel mit Hersteller "65", komplett im passenden Verleihungsetui. Getragen, Zustand 2.
Eiserne Kreuz 1939 2. Klasse. Ungetragen, in der Verleihungstüte mit Hersteller "Rudolf Souval Wien 62/VII". Dazu das getragene Band, abgetrennt von der Feldbluse.
Allgemeines Sturmabzeichen, Feinzink massiv geprägt, ohne Hersteller, getragen. 2 seiner Feldspangen mit 3 Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 1939 2. Klasse, Medaille Winterschlacht im Osten, Ehrenkreuz für Frontkämpfer 1914-18 (!). Die Feldspange ist auf dem Foto deutlich zu erkennen. Medaille Winterschlacht im Osten, ungetragen in der Verleihungstüte, Hersteller Hermann Wernstein Jena". Weiterhin das Ehrenkreuz für Frontkämpfer 1914-18.

Kompletter Satz Effekten von seiner letzten Feldbluse als Major der Artillerie: Kragenspiegel, Schulterstücke und Brustadler, getragen.
Auszug aus dem Soldbuch Nr. 4..., $-seitiges Blatt auf Din A 5, ausgestellt zu Kriegsende Mai 1945, mit allen Beförderungen und Auszeichnungen, gestempelt "Oberkommando de Heeres Heereswaffenamt Munitionsabteilung". 
Dazu noch noch ein Teilnehmerabzeichen von 1987 "Ritterkreuzträgertreffen in Kufstein - 20.5.-31.5.87".

Martin Joecks, geboren 2.11.1900, gestorben am 23.11.1989. Joecks war noch Soldat im 1. Weltkrieg, erhielt aber außer dem Ehrenkreuz für Frontkämpfer keine weiteren Dekorationen. Das Ritterkreuz wurde im als Hauptmann und Kommandeur der leichten Artillerie-Abteilung (RSO) 426 am 14. Mai 1944 für die Verteidigung der Festung Kowel verliehen. 

Der Nachlass stammt direkt aus Familienbesitz und befindet sich noch in der Zigarrenkiste von Herrn Joecks.
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