Articles

Kaiserliche Marine Gala-Anzug aus dem persönlichen Besitz von König Friedrich August III. als Generaloberst im Range eines Generalfeldmarschall a la suite des I. Seebataillons

Mit dem Tod König Alberts im Juni 1902 und der Thronbesteigung seines Vaters wurde Friedrich August Kronprinz. Seine erste Aufgabe als solcher bestand darin, die Thronfolge gegenüber verschiedenen Königshäusern anzuzeigen. Dies tat er am 2. Juli (1902) in Kiel gegenüber Kaiser Wilhelm II., der ihn sogleich à la suite des I. Seebataillons der Marine-Infanterie stellte. 1904 bestieg Friedrich August den Thron und war bis zu seiner Abdankung 1918 der letzte König Sachsens.

Die komplette Uniform zum Gala-Anzug des Königs besteht aus dem Tschako mit Federbusch, dem kompletten Messeanzug mit der Jacke und der Weste sowie dem weißen Hemd mit Fliege und der Hose und den Schuhen. 
Kaiserliches Seebataillon Tschako für Offiziere. Eleganter schwarzer Lackledertschako mit Tuchbezug, komplett mit allen Beschlägen in feuervergoldeter Ausführung. Vorn fein vergoldeter Reichsadler mit aufpolierten Kanten, leicht gewölbte Schuppenketten, elegantes Offiziersfeldzeichen. Innen mit hellbraunem Lederschweißband mit Seidenbanddurchzug, beiges Seidenripsfutter mit goldgeprägter Chiffre "♔FAR" (Für Friedrich August Rex). Komplett mit dem Marine Parade-Federbusch für Generale im See-Bataillon mit schwarz-weiß-roten Federn und dem vergoldeten gekehlten Trichter. Größe ca. 58. Der Tschako leicht getragen. Im Original Koffer.
Die Messejacke aus feinem blauem Tuch mit weißem Stehkragen, weißen Ärmelaufschlägen mit blauen Patten mit weißen Vorstößen, am Kragen und den Aufschlägen die großen gold gestickten Gardelitzen, eine Knopfreihe mit 8 Messingknöpfen, auf den Schultern die Schulterstücke für den General a la suite der Marine-Infanterie mit den gekreuzten rot emaillierten Großadmiral-Stäben und der darüber aufgelegten versilberten Kaiserkrone. Auf der linken Brust mit elf Schlaufen für Orden/Ehrenzeichen. Innen mit feinem weißem Futter. Das Futter mit kleinen Beschädigungen.
Darunter die Weste aus feinem blauem Tuch mit weißen Vorstößen, eine Reihe mit 4 Messingknöpfen, innen mit weißem Tuchfutter. Die blaue Hose mit der weißen Biese. Vollständig mit dem Hemd mit Fliege und den Schuhen.

Ein herausragende Zeugnis seiner Zeit von musealer Bedeutung in gutem Erhaltungszustand! Wir freuen uns besonders Ihnen diese wertvolle Hinterlassenschaft des Königs Friedrich August III. anbieten zu dürfen!


444414

Kaiserliche Marine schwerer Marineoffizierssäbel in Prunkausführung aus dem persönlichen Besitz König Friedrich August III. von Sachsen als Generalfeldmarschall und à la suite des I. Seebataillons 

Luxusfertigung um 1902. 2.5 cm breite und 81.2 cm lange, leicht geschwungene Steckrückenklinge mit Schör aus echtem Damast, das untere Ende der Klinge beidseitig geätzt und vergoldet, terzseitig das Herrschermonogramm «♔AR», quartseitig das sächsische Staatswappen mit dem Wahlspruch «Providentiae memor», umlaufend der Qualitätsnachweis «Eisenhauer Damaststahl», auf dem Rücken der Lieferant «Mohr & Speyer, Kgl. Hoflieferanten Berlin», die Klinge nur leicht fleckig, die Vergoldung überwiegend erhalten. Extra großes, fein ziseliertes vergoldetes Gefäß mit dem besonderen und sehr fein gearbeiteten "Pantherkopf" mit einem grünem und einem roten Auge, unterhalb des Kopfes als Verzierung eine "Seeschlange" mit Dreizack, als weitere Besonderheit auf der Schauseite des Gefäßes der liegende unklare Anker unter der Kaiserkrone versilbert, das Gefäß quartseitig klappbar, der Griff aus echtem Elfenbein (ein aktuelles Cites Zertifikat anbei) mit vollständiger Silberdrahtwicklung. Anhängend das Portepee für Offiziere. Schwarze Lederscheide mit ebenfalls fein ziselierten und vergoldeten Beschlägen, das Mundblech mit dem gekrönten unklaren Anker, die Scheide im unteren Teil zweimal mit Knickspuren. Zustand 2. 

Bei dem Säbel handelt es sich um eine Sonderanfertigung für Friedrich August III., der 1902 mit der Thronbesteigung seines Vaters zum Kronprinzen des Königreichs Sachsen wurde. Um die Thronfolge anzuzeigen traf er am 2. Juli 1902 Kaiser Wilhelm II. in Kiel. Dieser stellte ihn sofort à la suite des I. Seebataillons als solcher er auch in der «Ehrenrangliste der Kaiserlich Deutschen Marine» geführt wird.

Auch wenn es sich bei dem Stück um ein Unikat für Friedrich III. handelt, so sind die beiden ähnlichen Säbel Kaiser Wilhelms II. in seiner Eigenschaft als Chef der Marine und seines Bruders Prinz Heinrich von Preußen als Großadmiral der Kaiserlichen Marine diesem in ihrer außergewöhnlichen Fertigung zuzuordnen. 

Ein Objekt von historischer und musealer Bedeutung!
455695